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Sie finden weltweit statt, zumeist freitags, zuletzt auch in der Schweiz am Wochenende: Klimastreiks bzw. Klimademonstrationen. Mit ihnen ist die Debatte, wie wir dem Klimawandel begegnen, endlich im öffentlichen Diskurs angekommen. Es sagt einiges über den Zustand unserer Gesellschaft aus, dass es die Initiative ihrer jüngsten Mitglieder, der Schülerinnen und Schüler brauchte, um die Gefahr der globalen Erwärmung in den Vordergrund der gesellschaftlichen Aufmerksamkeit zu bringen und dieser längst überfälligen Diskussion endlich die notwendige Breite zu geben. Die altbekannten Reaktionsmuster von Seiten liberal-konservativer Politiker, wirtschaftlicher Lobbyorganisationen und Rechtsintellektueller von Ableugnen, Schimpftiraden gegen Wissenschaftler, Beharren auf der Alternativlosigkeit unseres wirtschaftlichen Schaffens, bis hin zur schamlosen Lüge ziehen nicht mehr. Und darin liegt die gute Nachricht dieser zunächst doch eher zaghaften Form des zivilen Ungehorsams der Jugend. So wie ihre Eltern in den 1980er Jahren den Aussagen der Politiker von der Unumgänglichkeit einer weiteren militärischen Aufrüstung gegen das damals bereits nahezu bankrotte sowjetische Ost-Europa immer weniger Glauben schenkten, oder wie ihre Grosseltern die Lebenslügen ihrer eignen Eltern aus den 1930er Jahren schonungslos offenlegten, so erkennen die jungen Menschen heute die Hilflosigkeit unserer Gesellschaft gegenüber der falschen Logik unseres Wirtschafts- und Gesellschaftssystems, das im unkontrollierten Ausstoss von Treibhausgasen immer noch einen zu externalisierenden Kostenfaktor sieht, der in keinerlei wirtschaftlicher Kosten-Nutzenrechnung aufzutauchen hat. Externalisierung von Kosten bedeutet, dass die wirtschaftlichen Aktivitäten einer Person oder einer Personengruppe sich auf andere (unter Umständen sogar auf alle anderen) Menschen auswirken, ohne dass die handelnde Person die vollen Kosten dafür trägt. Der klimaschädliche Ausstoss von CO2 ist nach wie vor nicht mit grösseren Kosten für die Produzenten verbunden (so wie auch das Sicherheitsrisiko von Kernkraft oder Erdgas-Fracking weitestgehend von der Allgemeinheit getragen wird). So lauten die Forderungen der Demonstrierenden nicht wie noch bei ihren Grosseltern in den 1960er Jahren „Schafft den Kapitalismus ab, er ist an allem schuld!“, sondern „Führt eine CO2-Steuer ein! Fliegen muss teurer werden“.

Die bisherigen Abwehrmechanismen von wirtschaftsliberalen und konservativen Politikern gegenüber solchen Forderungen war: „Wir wollen keine Beschränkungen unserer individuellen Freiheit“. Adam Smiths 243 Jahre alte Metapher von der „unsichtbaren Hand“ dient bis heute als Legitimationsprinzip für die Auffassung, dass ein Markt nur dann die Gesellschaft als Ganzes zu maximalem Wohlstand führt, wenn der Güter- und Dienstleistungsaustausch und andere ökonomische Aktivitäten sich völlig unbeschränkt entfalten können. Staatliche Einmischung wie soziale Wohlfahrtsbestrebungen oder auch ökologische Forderungen würden da nur stören. Dass das dahinter liegende Idealbild wirtschaftlicher Prozesse nicht den realen gesellschaftlichen und ökonomischen Umständen entspricht, ist längst bekannt. Doch anstatt diese Defizite anzuerkennen und beispielsweise bisher externalisierte Kosten mit in die ökonomischen Bilanzen einzubeziehen (was so schwierig gar nicht ist, jedoch teils lästige Auswirkungen auf so heilige Kühe wie Unternehmensgewinne und möglichst freier und preisgünstiger Konsummöglichkeiten hat), entscheiden sich die Verantwortlichen dafür, einen anderen Weg zu gehen: den Weg der Ablehnung, des Abstreitens der Relevanz wissenschaftlicher Erkenntnisse und noch schlimmeren Formen der Unredlichkeit, bis hin zur bewussten Lüge. So war eine der schönsten Parolen, die der Autor dieser Zeilen auf der Klimademonstration gesehen hat: „Listen to the sound of science!“

Je offensichtlicher er stattfindet, desto vehementer wird der Klimawandel geleugnet. Die Webseiten „LifeZette“ oder die deutschsprachige „eike-klima-energie.eu“ zum Beispiel sammeln unermüdlich angebliche Indizien für die Behauptung, dass der Klimawandel eine Erfindung geldgieriger Wissenschaftler sei. Solche Fundgruben für Verschwörungstheoretiker kann eine Gesellschaft normalerweise gut aushalten. Dass magische Steine, Zweihandruten oder der esoterische Glaube an New-Age-Offenbarungen unsere Welt zu einem besseren Ort machen, findet ja auch keine allzu breite Anhängerschaft. Dass Medien wie diese aber im Briefing Room des Weißen Hauses als Informationsquelle herangezogen werden oder ihre Aussagen Eingang in die Programme von Volksparteien finden, ist überaus bedenklich. Trotz eines eindeutigen wissenschaftlichen Konsenses und klarer Indizien, wie immer heissere Sommer in Europa, das Abschmelzen der Gletscher in den Alpen, auf Island und in Grönland, steigende Meeresspiegel, die besonders heftigen Monsunregenfällen in Indien, zerstörerische Hurrikans in Nordamerika und Taifune in Asien und nicht zuletzt die immensen Kostenabschätzungen von Wirtschaftsfachleuten, lautet der Kanon so mancher reaktionärer politischen Akteure: „Wir lehnen den Klimawandel ab.“ Was wohl passieren würde, wenn sie auch mal das Gravitationsgesetz „ablehnen“?

Man muss sich fragen: Was bewegt Menschen, den Klimawandel zu leugnen, auch wenn es einen derart hohen Preis erfordert wie der, sich komplett aus dem methodischen Rahmen wissenschaftlicher Erkenntnisgewinnung verabschieden zu müssen und damit nur allzu nah in den logisch-argumentativen Deutungsraum von mittelalterlichen Hexenverfolgungen, Räucherstäbchen-Spiritualisten und Zeugen-Jehova-Apokalyptiken zu geraten? Ist der Glaube an die wissenschaftliche Methode in unserer heutigen Gesellschaft insgesamt geringer geworden? Nein. Auch für Klimaskeptiker, Trump-, AfD- oder SVP-Anhänger, Chefs von Öl- und anderen Rohstoffgesellschaften und weiteren Protagonisten des Leugnens ist es selbstverständlich, mit Blitzableitern ihre Häuser vor Gewittern zu schützen, statt durch Opfergaben an Götter. Auch sie vertrauen den aerodynamischen Gesetzen der Physik, wenn sie in ihre Flugzeuge steigen, und noch keiner von ihnen gibt sich (öffentlich) für die Aussage her, dass es Gott ist, der alle Geschicke des Menschen und unseres Universums lenkt. Und auch niemand von ihnen widerspricht den Gesetzen der Quantenphysik, die das Funktionieren von Transistoren in ihren Handys und Computern garantieren, auch wenn sich diese um Vieles bizarrer und unglaubwürdiger anhören als die Gesetze der Atmosphärenphysik, die für den Treibhauseffekt verantwortlich sind. Kein Klimaskeptiker will, dass seine Kinder von der wissenschaftlichen und wissenschaftsmethodischen Ausbildung an Schulen und Universitäten ausgeschlossen werden, weil unter Wissenschaftlern ja doch nur Interessenkonflikte und unredliches Verhalten vorherrschen. Es muss also etwas anderes sein, was Menschen dazu bringt, wenn es um die Ergebnisse der Klimaforschung geht, die polemische Keule gegen Wissenschaftler auszupacken, diesen Kompetenz auf ihrem eigenen Fachgebiet abzusprechen und sich selber als sehr viel fachkundiger auf Gebieten wie Geo- und Atmosphärenphysik, Chemie molekularer Gasreaktionen oder der Physik nichtlinearer dynamischer Systeme zu erklären.

Nein, hier wirken ganz andere Mechanismen: Es sind die der Selbsttäuschung und der Selbstlüge. Klimawandelleugner folgen ihren eigenen Aussagen, obwohl sie intellektuelle Einsicht in ihre Falschheit haben (also wissen, dass es Lügen sind). Diese Einsicht wollen sie jedoch nicht wahrhaben. Um diese Lügen aufrecht zu erhalten, ist es notwendig, Tatsachen oder Erinnerungen zu verdrängen, die darauf hinweisen, dass es sich um Lügen handelt. Dieses Verhalten ist keineswegs neu. Es ist von Seiten der Philosophie bereits vor langer Zeit und immer wieder eingehend beschrieben worden. So spricht Immanuel Kant in diesem Zusammenhang von der „inneren Lüge“ und beschreibt diese als „Unredlichkeit sich selbst gegenüber“. Es ist leichter, wie er schreibt, „sich blauen Dunst vorzumachen“, als den Widerspruch zwischen dem moralischen Anspruch und dem eigenen Denken und Tun zuzugeben. Diese Form der Unredlichkeit nennt Kant auch den „faulen Fleck unsrer Gattung“, in dem sich das „radikale Böse der menschlichen Natur“ manifestiert. Für ihn entspricht dies zunächst einer „Ermangelung an Gewissenhaftigkeit“, und er sieht darin „eine Schwachheit“ des einzelnen Menschen. Redlichkeit beschreibt er dagegen als eine Form der Unbestechlichkeit unseres eigenen Urteilsvermögens sich selbst gegenüber, und die Fähigkeit, nicht gegen eigene Überzeugungen zu denken und zu handeln. Für Kant stand fest, was die Gründe für solch mangelnde Rationalität und Einsichtsfähigkeit sind. „Faulheit und Feigheit sind die Ursachen, warum ein so großer Teil der Menschen, nachdem sie die Natur längst von fremder Leitung freigesprochen, dennoch gern zeitlebens unmündig bleiben.“ So schreibt er in seinem Aufsatz „Was ist Aufklärung?“.

Doch genau die Redlichkeit und Loslösung von Faulheit im Denken und Handeln braucht es heute: Wir können das Klimaproblem, das wohl erste wahrliche globale Problem unserer menschlichen Zivilisation, nur mit radikaler Ehrlichkeit und Konsequenz im Denken wie im Handeln lösen. Es muss klar sein: Eine Haltung intellektueller Integrität schließt das Leugnen der menschengemachten globalen Klimaveränderung schlicht aus. Selbst wer meint, dass die Chancen für einschneidende oder gar katastrophale Entwicklungen immer noch gering sind (eine Einschätzung, die an sich noch nicht unredlich ist, da bei wissenschaftlichen Ergebnissen immer eine gewisse – wenn auch in diesem Fall sehr geringe – Wahrscheinlichkeit besteht, dass die Theorie oder Einsicht falsch ist), muss dem Gebot der Risikoethik folgen. Auch ist die Akzeptanz wissenschaftlicher Ergebnisse kein Gegenstand eines demokratischen Diskurses (die auf dieser beruhenden politischen Schlussfolgerungen hingegen schon). Oder haben wir jemals über die Gültigkeit der Kepler‘schen Gesetze der Planetenbewegung oder über die Einstein-Gleichungen der Allgemeinen Relativitätstheorie abgestimmt? Demokratie baucht den Konsens über Fakten, um ihr Potential zu entfalten. Die Wissenschaft ist immer noch ihr verlässlichster Lieferant.

Den wirtschaftlichen Interessen einzelner Personen, Konzerne oder Nationen Vorrang über die der Menschheit als Ganzes zu geben, ist ethisch unredlich. Ebenso ethisch unredlich ist es, sich einfach nur der Hedonie und dem Konsumrausch hinzugeben und einer Haltung des „Nach mir die Wüste“ zu folgen. Wirtschafts- und Klimawissenschaftler haben längst aufgezeigt, dass ein nachhaltiges und klimaneutrales Wirtschaften möglich ist. Es erfordert unserer aller Anstrengung und Bereitschaft zu handeln. Unsere Kinder rufen es uns laut und deutlich zu: Die Phase der Lethargie und Untätigkeit ist vorbei!


They take place all over the world, mostly on Fridays, most recently also on the weekend in Switzerland: Climate strikes and climate demonstrations. They have finally brought the debate on how to deal with climate change into the public domain. It says a lot about the state of our society that it took the initiative of the youngest people in our society, school kids, to bring the danger of global warming to the forefront of social attention and finally give this overdue discussion the necessary breadth. The well-known reaction patterns of conservative politicians, economic lobby organizations, and right wing intellectuals of denials, insults against scientists, insistence on the lack of alternatives to our economic structures, and even shameless lies no longer work. And that is the good news of this still rather timid form of civil disobedience on the part of the young people. Just as their parents in the 1980s believed less and less in the statements of politicians about the inescapability of further military armament against then already bankrupt Soviet Eastern Europe, or as their grandparents ruthlessly revealed the life lies of their own parents in the 1930s, so do the young people today recognize the helplessness of our society against the false logic of our economic and social system, which still sees the uncontrolled emission of greenhouse gases as a cost factor to be externalized, which does not have to appear in any economic cost-benefit calculation. Externalization of costs means that the economic activities of one person or group of people have an impact on others (possibly even on everyone else) without those doing the act bearing the full costs of it themselves. The climate-damaging emission of CO2 is still not associated with higher costs for producers (just as the risk of nuclear power or natural gas fracking is largely borne by the general public). The demands of the demonstrators are thus not „Abolish capitalism, it is all its fault“ as their demonstrating grandparents’ in the 1960s, but „Introduce a CO2 tax! Flying must become more expensive“.

The previous defensive mechanisms of economic liberals and conservative politicians against such demands were: „We do not want any interference with individual freedom“. Adam Smith’s 243-year-old metaphor of the „invisible hand“ still serves today as a legitimation principle for the view that a market can only lead society as a whole to maximum prosperity if the exchange of goods and services and other economic activities can unfold completely unrestrictedly. State interference such as social welfare efforts or ecological demands would only disturb the balance. It has long been known that the underlying paradigm underlying this philosophy does not correspond to the real social and economic circumstances. But instead of acknowledging these deficits and, for example, including externalized costs on the economic balance sheets (which is in fact not so difficult, but has some annoying effects on such sacred cows as company profits and the freedom to enjoy low cost what so ever consumption), those responsible decide to take a different path: the path of rejection, of denying the relevance of scientific findings, and even worse forms of dishonesty, right up to deliberate lies. Thus one of the most beautiful posters the author of these lines saw at the climate demonstration read „Listen to the sound of science!”.

The more obvious it is, the more vehemently climate change is denied. Websites like „LifeZette“ and or the German site „eike-klima-energie.eu“, for example, tirelessly collect alleged evidence to suggest that climate change is an invention of greedy scientists. Such treasure troves for conspiracy theorists are usually well tolerated by society. Statements that magical stones, dowers or the belief in New Age revelations make our world a better place are not that widely supported. However, the fact that media such as these are used as a source of information in the White House Briefing Room or that their statements find their way into the programs of popular political parties is extremely worrying. Despite a clear scientific consensus and clear indications, such as ever hotter summers in Europe, the melting of glaciers in the Alps, Iceland and Greenland, rising sea levels, the particularly violent monsoon rains in India, destructive hurricanes in North America and typhoons in Asia, and last but not least the immense cost estimates provided by economic experts, the canon of many reactionary political actors continue to read: „We reject climate change”. What would happen if they also „rejected“ the law of gravity?

We have to ask ourselves: What motivates people to deny climate change, even if they are being charged a price as high as completely abandoning the methodical framework of science and thus falling all too close to the logical-argumentative space of medieval witch-hunts, incense sticks spiritualists and Witness Jehovah apocalyptics? Has the belief in the scientific method itself diminished in today’s modern society? No! Even for climate sceptics, supporters of Trump in the US, of the AFD in Germany or the SVP in Switzerland, bosses of oil companies and other commodity houses, and other protagonists of denial, it goes without saying that using lightning conductors to protect their houses from thunderstorms bets offerings to the gods any time. They, too, trust the aerodynamic laws of physics when boarding their airplanes, and none of them states (publicly) that it is God who directs our all destiny in the universe. Neither does any of them deny the laws of quantum physics, which guarantee the functioning of transistors in their mobile phones and computers, even if these laws sound much more bizarre and implausible than the laws of atmospheric physics, which are responsible for the greenhouse effect. No climate sceptic wants his children to be excluded from a scientific education at schools and universities, because among scientists conflicts of interest and dishonest behavior prevail. So it must be something else that, when it comes to the results of climate research, causes people to unpack the polemic club against scientists, to deny them competence in their very own field of expertise, and to declare themselves to be much more qualified in fields such as geophysics and atmospheric dynamics, chemistry of molecular gas reactions, or the physics of nonlinear dynamical systems. Democracy requites the consensus over facts in order to develop its full potential. Science remains one of the most reliable providers of such.

Completely different mechanisms must be at work here. These are the mechanisms of self-deception and lying to oneself. Climate change deniers follow their own statements even though they have intellectual insight into their falsehood (so they know these are lies), but they do not want to admit this insight. Necessary to sustain these lies is to repress facts or memories that indicate that they are lies. This behavior is by no means new. Philosophers have already dealt with them since a long time ago. Immanuel Kant speaks in this context of the „inner lie“ and describes it as „dishonesty towards oneself“. It is easier, as he writes, „to delude oneself of blue haze“ than to admit the contradiction between the moral claim and one’s own thinking and doing. Kant also calls this form of dishonesty the „lazy spot of our species“ in which the „radical evil of human nature“ manifests itself. For him this corresponds at first to a „lack of conscientiousness“, and he sees in it „a weakness“ of the individual human being. He describes integrity, on the other hand, as a form of the incorruptibility of our own judgement towards ourselves, and the ability not to think and act against our own convictions. For Kant it was clear what the reasons for such a lack of rationality and cognitive faculty are. „Laziness and cowardice are the reasons why such a large part of the people, after having long since acquitted nature of foreign leadership, nevertheless like to remain underage for life.” So he writes in his essay „What is Enlightenment?”

But exactly honesty and detachment from laziness in thinking and acting is what is needed: We can only solve the climate problem, which is the first truly global problem of our human civilization, with radical honesty and consistency in thought and action. It must be clear: An attitude of intellectual integrity simply excludes denial of man-made global climate change. Even those who think that the chances for drastic or even catastrophic developments are still small (an assessment that in itself does not lacks integrity, as scientific results always have a certain – albeit very small in this case – probability that the theory or insight is wrong) must follow the imperative of risk ethics. Moreover, the acceptance of scientific results is not the subject of a democratic discourse (while any political conclusions based on these are indeed). Or have we ever voted on the validity of Kepler’s laws of planetary motion or the Einstein equations of general relativity?

To give priority to the economic interests of individuals, corporations or nations over those of mankind lacks ethical integrity. Just as it is ethically dishonest to simply indulge in hedonia and consumer frenzy and to follow an attitude of „after me the desert „. Economists and climate scientists have long shown that sustainable and climate-neutral economic activity is possible. It requires all our efforts and willingness to act. One thing must be clear: The phase of lethargy and inactivity is over. Our kids are asking us to get our act together.

1 Comments


Till Sitter April 9, 2019 12:56 pm

Man muss sich auch fragen: Was bewegt Menschen, den menschengemachten Klimawandel zu behaupten, auch wenn es einen derart hohen Preis erfordert wie der, sich komplett aus dem methodischen Rahmen wissenschaftlicher Erkenntnisgewinnung verabschieden zu müssen und damit nur allzu nah in den logisch-argumentativen Deutungsraum von mittelalterlichen Hexenverfolgungen, Räucherstäbchen-Spiritualisten und Zeugen-Jehova-Apokalyptiken zu geraten?

Mit der Behauptung, eike-klima-energie.eu würde behaupten, dass der Klimawandel eine Erfindung sei, verlassen auch Sie, Herr Jaeger, den Pfad der intellektuellen Redlichkeit. Ich lese die Seite ziemlich regelmäßig und kann nur erkennen, dass dort der menschengemachte Klimawandel und die schon lange erfolgten Maßnahmen dagegen in Frage gestellt bzw. bestritten werden. Die Argumente auf der Seite sind stark und ich sehe sie nirgendwo widerlegt oder dass sie auch nur diskutiert werden. Nur persönliche Angriffe, genau wie hier.

Niemand, der noch bei Verstand ist, kann Klimawandel leugnen, geschehen sie doch regelmäßig seit Entstehung der Erde. Es ist auch gut und richtig, dass die Schulschwänzer dafür auf die Straße gehen, auch wenn sie dieses natürlich auch am Wochenende mit ihren Eltern tun könnten. Sie, Herr Jaeger, suggerieren nun, dass dadurch einer längst überfälligen Diskussion endlich die notwendige Breite gegeben wird. Dabei hat eine echte Diskussion darüber nie wirklich stattgefunden, es wurden übereilt die unsinnigsten, schädlichsten und exorbitant teuren Maßnahmen ergriffen, ohne auf die, auch von Ihnen so genannten, Klimaleugner einzugehen. Es ist sicher sinnvoller und kostengünstiger, wenn wir uns darauf vorbereiten, mit dem veränderten Klima zu leben, statt gegen das Unvermeidliche anzurennen.

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